Consulting ... Empfehlungen zum Herangehen an die Seminararbeit

Lernziele

  • Einen Fall beschreiben; erklären; anwenden; analysieren; verallgemeinern, übertragen; bewerten; (Lösungen und neue Wege) kreieren. Die Komplexität des Falls (Studierende / Autoren) ist und die Beurteilung der Arbeit (Dozent / Gutachter) der Art des Studiums anzupassen: Bachelor, Master, PhD.
  • Wissenschaftliche Methoden, insbesondere Literatur- und Quellenrecherche, -Rezeption und Nutzung in der eigenen Arbeit beherrschen, bspw. nach den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und des Copyrights zitieren.
  • Einen Fall und Lösungen so zusammenfassen können, dass der Leser bereits aus der Zusammenfassung Inhalt und Güte der Arbeit erkennen und Schlussfolgerungen ziehen kann. Diese Fähigkeit ist im Berufsleben unter anderem erforderlich für die Verfassung von "Executive Summaries". Dies sind kurze Darstellungen, die Managern der eigenen Firma oder einem (möglichen) Kunden vorgelegt werden.

Wer wie was …

Mit den 8+1 W (Buch Werkzeuge) lässt sich eine Seminararbeit dieser Art wie folgt beschreiben:

  • Warum: Studierenden-zentriertes Lernen und Lehren.
  • Wozu: fachliche, methodische und sozial Kompetenzen erwerben.
  • Wer: Studierende/r in Zweier- oder Dreiergruppen.
  • Wie:
    • Themen- und Fallfindung: Fragen Sie sich beispielsweise: Was hat mich in den letzten 12 Monaten in meinem Unternehmen oder in anderen Arbeitszusammenhängen genervt | berührt | entmutigt | ermutigt?
    • Kontext (Thema und Fragestellung), Szenario, Literaturarbeit, Lösungskonzepte, kritische Würdigung (Diskussion und Ausblick).
    • Austausch und Bewertung mit Mit-Studierenden und Lehrenden über den Fortschritt und die fertige Arbeit an Meilensteinen im Semesterverlauf.
  • Was:
    • Seminararbeit in Kleingruppen von zwei bis drei Personen pro Gruppe. Keine abschnittsbezogene Nennung der Autor*innen, sondern gemeinsame Autorenschaft. Umfang: 10 Seiten pro Person (also 20 bzw. 30 Seiten +/- 10 %) plus Deckblatt, ehrenwörtliche Erklärung und Verzeichnisse.
  • Wann: Erstellung im Verlauf des Semesters.
  • Wo: im Präsenzunterricht, zuhause, unterwegs, auf e-Learning-Plattformen.
  • Für Wen: die/den Studierende/n selbst, Lehrende, . . .
  • und Woher: Verfassen von Berichten siehe beispielsweise Buch Entdecken und die dort genannten Quellen zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Der Fall ... Erstellung der Seminararbeit mit Hilfe von Fragen

Was ist passiert? Sie können eine Fallbeschreibung mittels der 8+1 W durchführen: Wozu was wer warum für wen wie wann wo? Und woher? Außerdem können Sie sich fragen:


Was ist das Problem oder das Dilemma? Was sind die Auswirkungen? Wie würden Sie an das Problem oder das Dilemma in diesem Unternehmen herangehen? Nehmen Sie eine Beraterperspektive ein, ob als interne oder externe - oder auch die einer Führungskraft. Welche Modelle, Konzepte und Methoden gibt es dazu in der Literatur? Welche allgemeineren Aussagen können Sie treffen?

Beurteilungskriterien

Studien- und Prüfungsordnungen der DHBW [via http://www.dhbw-stuttgart.de/service/a-z/pruefungsordnung.html]
CMPBL Frame and Assessment Criteria [pdf] - Darin beschrieben sind Bewertungskategorien nach Deininger:

  • Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Systematik und Wissenschaftlichkeit
  • Initiative und Einsatz, Selbständigkeit
  • Qualität der Ergebnisse
  • Präsentation der Ergebnisse

Review

Die Studierenden laden sieben bis zehn Tage vor dem letzten Veranstaltungstag ihre Arbeiten in unseren virtuellen Lernraum hoch. Das Review sende ich ihnen vor dem letzten Veranstaltungstag. Am letzten Tag der Lernveranstaltung reflektieren die Studierenden und ich den Inhalt ihrer Arbeiten, den Erstellungsprozess und meine Reviews. Zunächst beantworten sie einige Fragen in freien Kurzvorträgen. Dann gehen wir in einen Dialog.